Aktuelles


Vortrag und Workshop im Trauma Hilfe Zentrum, München e.V. (THZM)

False Memory - Wie echt sind falsche Erinnerungen? 

zusammen mit Yolanda Schlumpf 

Samstag 1. Juni 2019 

9:30 bis 17 Uhr 

Weitere Informationen hier


Vortrag und Workshop in Graz auf der Tagung "Trauma und Recht" 

Freitag 9. November 2018 

Weitere Informationen unter: 

www.trauma-recht.at



Buchveröffentlichung in: 

"Das traumatisierte Gedächtnis – Schutz und Widerstand: Wie sich traumatische Belastungen in Körper, Seele und Verhalten verschlüsseln und wieder auffinden lassen" Lehmanns Media 

Online hier

 



Vorträge auf der DeGPT Jahreskonferenz 
www.jahrestagungdegpt.org/programm.php?mindex=2

Freitag 2. März 2018 
11 - 12:30 Uhr 
Wie echt sind Falsche Erinnerungen?

 

 

 

Hintergrund: Der Vortrag wird die Geschichte der False Memory Syndrome Foundation bis zum heutigen Stand kurz umreißen, um die aktuelle (klinische) Relevanz der Forschung zu falschen Erinnerungen herauszustreichen.
Methode: Im folgenden werden die drei wichtigsten Forschungsparadigmen der Forschung zu falschen Erinnerungen vorgestellt: Vorstellungsinflation, Falsches Feedback und Implantation von Erinnerungen. Der Vortrag wird dann drei wichtige Kriterien zur Evaluation dieser Studien erläutern. Mithilfe dieser Evaluationskriterien: "Autobiografische Überzeugung", "Vollständiges Wiedererleben" und "Erinnerungsvertrauen" lassen sich die Studien zu Falschen Erinnerungen klar wissenschaftlich bewerten und Fehlrepräsentationen korrigieren. Der vorgestellte Evaluationsprozess wird anhand der Rich-False-Memories Studie von Shaw und Porter (2015) exemplarisch zur Anwendung gebracht.
Ergebnisse: Die Evaluation zeigt, dass das von Shaw und Porter publizierte Ergebnis von 70 % der Probanden, die vollständige falsche Erinnerungen entwickelten, in Frage gestellt werden muss. Mit bewährten Kodierungssystemen muss das Ergebnis bereits auf 26 – 30 % korrigiert werden. Entsprechend der vorgestellten Evaluationskriterien kann insgesamt nur von teilweisen Erinnerungen gesprochen werden, anstelle von „vollständigen reichhaltigen Erinnerungen“ wie es Shaw und Porter propagieren.
Schlussfolgerung: Die sorgfältige Analyse der Forschung zeigt, dass es nicht leicht ist falsche Erinnerungen an Kindheitsmisshandlungen zu implantieren. Autobiografisch überzeugte falsche Erinnerungen mit vollständigem Wiedererleben und hohem Erinnerungsvertrauen sind selten bis nicht existent.

 

 

 

Samstag 3. März 2018 
14 - 15:30 Uhr 
Ein Jahr in zwei Wochen - Traumaorientierte Intensivberatung

 

 

 

In diesem Vortrag wird das Modell intensivtherapeutischer Ansätze vorgestellt und die Vor- und Nachteile diskutiert. Intensivtherapeutische Ansätze werden in Deutschland nicht von der Krankenkasse übernommen, bekannte Therapeutinnen wie z.B. Frau Dr. Marlene Steinberg (USA) und Dr. Renee Marks (GB) führen diese aber sowohl mit Erwachsenen als auch mit Kindern und Jugendlichen mit großem Erfolg durch.
Die traumaorientierte Intensivberatung wird an 10 Tagen über zwei Wochen mit 2x2 Zeitstunden pro Tag durchgeführt. Sie umfasst Diagnostik, Psychoedukation, Stabilisierung, Anteilearbeit und ggf. Traumaverarbeitung sowie Selbstfürsorge-stärkende Nachnährungssettings.
In diesem Vortrag werden exemplarisch zwei durchgeführte Intensivberatungen mit schwer dissoziativen Klientinnen vorgestellt. In beiden Verläufen zeigen sich sowohl wichtige Erfolge als auch kritische Situationen, deren Reflexion und Lösung für die Klientinnen von großer Bedeutung waren. Der Vortrag wird erste mögliche Erfolgskriterien zusammenfassen und zusätzlich die qualitative Prozessforschung der Intervention vorstellen.